Lahnsteiner Judoka lehren Gegner das Fliegen

Vier Judoka vom VfL Lahnstein sicherten sich auf dem 15.Urmitzer - Herbst - Turnier eine Platzierung

Urmitz: Am vorherigen Wochenende traten sieben Judokas der U13,
U16 und U23 an. Als erstes ging Tim Martin (- 60 kg) an den Start.
Trotz der Schwierigkeit, dass er in einer neuen, höheren Gewichtsklasse
kämpfen musste, merkte man in den ersten zwei Begegnungen nichts davon.
Den ersten Kampf schloss er schon nach wenigen Sekunden ab, indem er
den Gegner mit einem Beingreifer zu Boden zwang. Bei der zweiten musste
er schon eine härtere Nuss knacken, dennoch obsiegte er mit einem Hebel.
Im Halbfinale schlug Tim Martin seinen Gegner durch einen großen Wurf.
Leider machte sich im Finale der Gewichtsunterschied zu seinem Gegner bemerkbar.
Er unterlag mit einem Ippon und wurde ein zufriedener Zweiter.

Zugleich ging Aleksandar Petricevic (- 60 kg) ins Rennen, der zwar den ersten Kampf
schnell verlor. Aber in seiner nächsten Begegnung der Kontrahenten mit
einer äußeren Beinsichel niederstreckte. Danach folgte schon der Kampf um
Platz 3, den er für sich entscheiden konnte.

Für Jonas Herrig (- 32 kg) war es seit längerer Zeit sein erstes Turnier.
Er musste sich in beiden Begegnungen schon nach wenigen Sekunden geschlagen geben.
In beiden Kämpfen streckten ihn seine Gegner mit sauberen großen Würfen nieder,
so dass er keine nennenswerte Platzierung errang.

Dann kam der Kampfkoloss von Lahnstein an den Start. Tim Halbig (+ 81 kg) mühte
sich zwar ein wenig mit seinen Gegnern ab, aber gewann dafür jeden Kampf seriös
mit einem Ippon, bis er schließlich ganz oben auf dem Treppchen stand und
glücklich am Ende seinen Pokal für den ersten Platz in der Hand hatte.

Es folgte Martin Erhardt (- 90 kg), der ziemlich harte Brocken in seiner
Klasse hatte. Doch konnte er sich gegen einen sehr guten Kämpfer aus Neuwied
fast über die ganze Kampfzeit bewähren, fiel aber letzten Endes doch durch
einen großen Wurf zu Boden. Er verletzte sich bei einen der Kämpfe so schwer,
dass ihn sein Trainer ins Krankenhaus fahren musste, doch es stellte sich am
Ende nicht so schlimm heraus, wie man annahm. Dennoch bekam er am Ende noch
seinen dritten Platz, den ihm sein Trainer nachreichte.

Nach langem Warten kam endlich Denise Geis (- 30 kg) zu ihrer Chance und
lieferte sich zwei schwere Kämpfe, in denen leider unterlag.
Den einen der Kämpfe hätte sie fast mit Ippon abgeschlossen, doch ihre Kontrahentin
hatte die Gefahr gleich erkannt und setzte selbst zu einem großen Wurf an.
Zwar gewann Denise keine Urkunde oder Medaille, aber dafür an Erfahrung, die
sie bei den bevorstehenden Bezirksmeisterschaften brauchen kann.

Max Halbig (- 34 kg), der kleine Bruder des Lahnsteiner Kampfkolosses hatte
ebenfalls schlechte Karten. Seine beiden Kämpfe konnte er nicht für sich entscheiden,
denn schon nach wenigen Sekunden lag auch er auf der Matte. Dennoch ist der Kampfgeist
in ihm noch nicht erloschen und er will es seinen Gegnern ebenfalls bei den
Bezirksmeisterschaften zeigen.

Alles in allen haben die alten Hasen des VfL Lahnstein den jüngeren gezeigt,
wie es geht, um sich auf einem Plätzchen auf der Treppe breit zu machen.
Der Übungsleiter Andreas Böhm ist sehr gespannt, wie sich seine jüngeren Judoka
bei den Bezirksmeisterschaften in Höhr-Grenzhausen anstellen werden.





Sebastian Niel, Tim Halbig, Aleksandar Petricevic, Übungsleiter Andreas
Böhm und Jonas Herrig, Anika,
Maximilian Halbig und Denise Geis






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