Lahnsteiner Judoteam überrascht etablierte Konkurrenz

Als jüngste Mannschaft im Starterfeld feiert der VfL Lahnstein mit Bronze bei der
Rheinland-Mannschaftsmeisterschaft eine mehr als gelungene Premiere.

Die Rheinland-Mannschaftsmeisterschaft der Männer in Neuwied stellte für die Judoka vom Rhein-Lahn-Eck in vielerlei Hinsicht
ein besonderes Ereignis dar. Erstmals in der Vereinsgeschichte des VfL Lahnstein konnte bei einem Mannschaftswettbewerb
im Männerbereich an den Start gegangen werden. Neben der seit Jahren erfolgreichen Jugendarbeit gelang es diesmal
auch einige viel versprechende Nachwuchsathleten über das kritische Pubertätsalter hinaus zu halten,
welche sich nun im Erwachsenenbereich zu etablieren versuchen.

In der ersten Begegnung des Tages wartete mit dem JC Vulkaneifel aus Daun direkt einer der größten Vereine im Rheinland.
Diese gingen auch standesgemäß mit 2:0 durch Siege in den leichten Gewichtsklassen in Führung und mussten nur noch
einen weiteren Kampf gewinnen um die Partie für sich zu entscheiden. Danach sah es zunächst auch aus, als Tobias Wagner
im Mittelgewicht in Rückstand geriet. Durch einen Tomoe-nage gelang es ihm allerdings doch noch seinen Gegner vorzeitig
zu bezwingen und die Hoffnung der Lahnsteiner am Leben zu erhalten.
Martin Erhardt machte es ebenfalls sehr spannend. In Führung liegend baute er konditionell ab, brachte diese jedoch mit einer starken
taktischen Leistung über die Runde. Beim Stand von 2:2 musste nun der letzte Kampf die Entscheidung bringen.
Tim Halbig nutzte die Euphorie der Aufholjagd und bescherte den Lahnsteinern mit einem schnellen Ippon den überraschenden 3:2 Sieg.

Trainer Tobias Wagner schickte im nächsten Duell gegen Marienstatt die gleiche Aufstellung ins Rennen.
Durch Siege von Sebastian Niel und Tobias Wagner stand es nach den ersten vier Kämpfen abermals 2:2, so dass es erneut
Tim Halbig in der Hand hatte für die Entscheidung zu sorgen. Eine hoher Rückstand durch einen Konterwurf konnte ihn
an diesem Tag nicht verunsichern und in souveräner Manier wurde der Kampf und somit die Partie gegen Marienstatt
zu Gunsten der Lahnsteiner entschieden.

Im letzten Vorrundenkampf stellte das Team vom Rhein-Lahn-Eck, welches bereits vorzeitig fürs Halbfinale qualifiziert war,
auf einigen Positionen um. Andreas Bauer und Njegos Petricevic fügten sich gut ein, was jedoch nichts daran änderte,
dass gegen den Titelverteidiger in heimischer Halle nichts zu holen war. Beim 1:4 sicherte Sebastian Niel den Ehrenpunkt.

Im anschließenden Kampf um den Finaleinzug gegen das Regionalligateam aus Koblenz verkauften sich die Lahnsteiner teuer.
Tim Martin hielt lange gegen den einige Kilogramm schwereren Daniel Reutershahn mit
und Tobias Wagner gelang gegen Holger Schenk ein Unentschieden. Tim Halbig war auch diesmal nicht zu stoppen
und punktete im Schwergewicht, was die 1:3-Niederlage jedoch nicht verhindern konnte.

Ohne große Erwartungen gestartet, überwog die Freude über die Bronzemedaille, dann jedoch die kurze Enttäuschung
nach der Halbfinalniederlage. Die Aussichten für die Zukunft offenbaren mit Sechs von Acht Kämpfern unter 18 Jahren
noch großes Entwicklungspotential, was es nun durch hartes Training zu nutzen gilt.





Unser Bild zeigt die Mannschaft des VfL Lahnstein.
Obere Reihe v.l.n.r.: Tim Halbig, Njegos Petricevic, Tobias Wagner, Martin Erhardt, Sebastian Niel
Untere Reihe: Tim Martin, Andreas Bauer, Aleksandar Petricevic



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